Seit zehn Jahren ist filmfriend der „Streamingdienst für Bibliotheken“, betrieben aus Potsdam von der filmwerte GmbH. Längst ist die Idee in anderen Ländern Europas erfolgreich. Neben Deutschland ist filmfriend auch in Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Belgien und Frankreich verfügbar. Möglich wurde das schrittweise Wachstum auch mit Unterstützung von Creative Europe MEDIA. Das EU-Programm steuerte zu unterschiedlichen Entwicklungsschritten aus drei unterschiedlichen Förderlinien insgesamt 950.000 Euro an Fördermitteln bei: 2020 Promotion of European Works Online; 2021 Innovative Tools and Business Models und 2025 Audience Development.
Geschäftsführer sind Benoît Calvez und Christian Reifberger. Die Creative Europe Desks sprachen mit Benoît Calvez über den langen Weg des Unternehmens, den Reichtum des europäischen Kinos und (natürlich) KI.
Creative Europe Desks: Wie funktioniert filmfriend für Bibliotheken-Nutzer:innen?
Benoît Calvez: Ganz einfach. Und genau darauf haben wir von Anfang an bestanden: Wer einen gültigen Ausweis einer teilnehmenden Bibliothek hat, meldet sich mit Ausweisnummer und Passwort auf filmfriend.de oder direkt über das Portal seiner Bibliothek an, und schon kann man streamen. Und zwar nicht nur in der Bibliothek, sondern überall: zu Hause auf dem Sofa, im Zug, im Urlaub. Im Browser, in unseren Apps für Smartphone und Tablet oder auf dem Smart-TV. Und wenn das WLAN mal schwächelt, lädt man die Filme in der mobilen App einfach herunter und schaut sie offline. Von Montag bis Sonntag, wann und wo man will. Unbegrenzt, ohne Werbung und ohne einen Cent über den Bibliotheksausweis hinaus, denn die Bibliothek lizenziert das Angebot für ihre Nutzer:innen.
Über die Anbindung an das Bibliothekssystem wird zugleich das Alter verifiziert: Kinder sehen nur altersgerechte Filme. Und weil wir keine Daten zu Werbezwecken sammeln, bleibt filmfriend ein geschützter, datenschutzkonformer Raum. Ganz im Sinne der Bibliothek.
2017 ging das Portal an den Start: Wie ist die Idee für filmfriend eigentlich entstanden?
Ehrlich gesagt aus einer ganz einfachen Beobachtung: Bibliotheken hatten über Jahrzehnte großartige DVD-Sammlungen aufgebaut, aber die Ausleihen gingen zurück, weil alle auf Streaming umgestiegen sind. Gleichzeitig gab es kein Angebot, das wirklich für Bibliotheken gedacht war, also mit einem filmkulturellen Anspruch statt eines Algorithmus, der nur auf Klicks optimiert.
Bei filmwerte kamen wir aus Filmvertrieb und Rechteverwaltung, wir kannten also beide Seiten: die Rechteinhaber:innen und ihre Filme, und den Bedarf der Bibliotheken. Da hat sich unser Gründer damals gesagt: Wenn es diese Plattform nicht gibt, dann bauen wir sie eben selbst. Im Juli 2017 sind wir mit dem VÖBB, dem Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins, gestartet. Und die Idee war von Anfang an größer als Berlin: Das Modell sollte überall funktionieren, wo es Bibliotheken gibt.
»Wir wollen gar nicht das nächste Netflix sein.«
Konkurrenz auf dem Streaming-Markt gibt es inzwischen zuhauf: Was macht filmfriend attraktiv?
Wissen Sie, wir wollen gar nicht das nächste Netflix sein. Wir sind eher der europäische Gegenentwurf. Bei filmfriend entscheidet kein Algorithmus, sondern ein Redaktionsteam, was man sieht. Blockbuster oder Hollywood-Serien gibt es bei uns nicht. Dafür findet man das europäische Kino in seiner ganzen Vielfalt, und das Kino der ganzen Welt: Festivalfilme aus Cannes, Berlin oder Venedig, Dokumentarfilme, Klassiker, Kinderfilme und Serien, die man bei den großen Plattformen oft vergeblich sucht. Das ist Kultur, aber eben auch richtig gute Unterhaltung. Diese Filme gehen unter die Haut: Man weint, man lacht, man denkt nach, man freut sich. Und ganz nebenbei lernt man seine Nachbarinnen und Nachbarn ein bisschen besser kennen.
Dazu kommt ein Argument, das man nicht unterschätzen darf: Für die Nutzer:innen ist es mit dem Bibliotheksausweis kostenfrei, unbegrenzt und ohne Werbung. Und gerade jetzt, wo durch die Inflation alles teurer wird, ist das kein Detail. Schauen Sie mal: Ein einziger Monat bei einer der großen, meist amerikanischen Plattformen kostet oft so viel wie ein ganzes Jahr Bibliotheksausweis. Und mit diesem Ausweis bekommt man nicht nur filmfriend, sondern alles, was die Bibliothek zu bieten hat, gedruckt und digital: Bücher, DVDs, Zeitschriften, E-Books, Hörbücher. Für mich ist das Demokratisierung von Kultur im besten Sinne. Filme zur Unterhaltung, zur Bildung, zum Nachdenken, und zwar für alle, unabhängig vom Geldbeutel. Damit erreichen wir auch Menschen, die sich mehrere Abos gar nicht leisten können oder wollen. Auch in kleinen Orten, wo es kein Kino mehr gibt. Und für die Bibliothek ist filmfriend eine Möglichkeit, ihren Auftrag als Ort der Kultur, der Bildung und der Unterhaltung auch digital zu erfüllen.
Und noch etwas liegt mir am Herzen: filmfriend steht für eine faire europäische Filmwirtschaft. Wir arbeiten mit unabhängigen Verleiher:innen, Produzent:innen und Weltvertrieben aus ganz Europa zusammen, auf Augenhöhe und mit viel gegenseitigem Vertrauen. Ein großer Teil der Lizenzeinnahmen fließt an die Rechteinhaber:innen zurück. Das Geld bleibt also in der europäischen Filmbranche und kann dort wieder in neue Filme fließen. Die Bibliotheken bekommen ein hochwertiges Angebot, die Filme ein zweites Leben und die Branche verlässliche Einnahmen. Am Ende gewinnen alle, auch wirtschaftlich. So stelle ich mir eine Filmindustrie in Europa vor, die klug zusammenarbeitet statt gegeneinander.
Wie werden die Titel kuratiert, und für welche Zielgruppen?
Die Kuratierung ist das Herz von filmfriend. Unser Team sichtet die Angebote der Lizenzgeber:innen, wählt Titel aus und verhandelt die Rechte, möglichst für mehrere Länder und mit den passenden Sprach- und Untertitelfassungen. Entscheidend sind die Qualität eines Films und die Frage, ob er bei unserem Publikum ankommt.
Danach geht die Arbeit eigentlich erst los: Wir stellen die Filme in Kontexte, mit thematischen Kollektionen, Länder- und Regieschwerpunkten, Originalfassungen, Filmen zu Gedenktagen oder aktuellen Debatten. Für den Kinderbereich arbeiten wir mit dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum zusammen. Unsere Zielgruppe ist so breit wie das Publikum der Bibliotheken selbst: von Familien und Kindern über Studierende bis zu Cinephilen und älteren Menschen. Mit filmfriend Schule und filmfriend health gibt es außerdem eigene Angebote für Schulen und Gesundheitseinrichtungen.
»Weil das europäische Kino ein unglaublicher Reichtum ist.«
Den Nutzer:innen bietet filmfriend heute 8.000 Werke an, davon ein großer Teil europäische Arthouse-Titel oder gar Serien. Warum der inhaltliche Fokus auf Europa?
Weil das europäische Kino ein unglaublicher Reichtum ist. Und weil wir ihm online die Bühne geben wollen, die er verdient. Auf den großen, meist amerikanischen oder rein auf den Mainstream ausgerichteten Plattformen gehen europäische Filme, vor allem aus kleineren Ländern oder in weniger verbreiteten Sprachen, schlicht unter. Wir sehen es als unsere Aufgabe, ihnen ein Fenster zu öffnen. Und das ist ja genau das, was Europa will: dass europäische Filme zirkulieren, über ihr Herkunftsland hinaus. Ein belgischer Dokumentarfilm, der nach zwei Wochen im Kino verschwunden war, findet bei uns plötzlich ein Publikum in Hamburg, in Zürich oder in Toronto. So verlängern wir das Leben dieser Filme und erreichen Menschen, die sonst nie mit ihnen in Berührung gekommen wären. Ganz einfach, mit ein paar Klicks, und zu einem Preis, bei dem keine kommerzielle Plattform mithalten kann.
Für mich persönlich ist das eine Herzensangelegenheit. Ich bin Franzose, lebe und arbeite in Deutschland. Ich bin also sozusagen selbst ein kleines Stück Europa. Filme sind einer der besten Wege, die Nachbarinnen und Nachbarn zu verstehen: ihre Sprachen, ihren Humor, ihre Geschichten. Und es passt zu den Bibliotheken, die ja genau diese Vielfalt verteidigen. Europa ist unser Schwerpunkt, aber wir sind neugierig auf die ganze Welt: Wir zeigen auch viel Kino aus Asien, Lateinamerika oder Afrika.

Nach dem Erfolg im deutschsprachigen Raum expandierte filmfriend.de auch in andere Teile Europas. In welchen Ländern ist filmfriend heute aktiv, und warum?
Heute sind wir in zehn Ländern aktiv, und darauf bin ich ehrlich gesagt ein bisschen stolz. In Europa sind das Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Belgien und Frankreich, mit mittlerweile weit über 850 Bibliotheken. Und unter dem Namen myfilmfriend sind wir mit einer eigenen Tochtergesellschaft sogar in Nordamerika angekommen, in den USA, in Kanada und in Mexiko. Ein Streamingdienst aus Potsdam, der europäisches Kino nach Amerika bringt, das ist schon eine schöne Umkehrung, finde ich.
Im Nachhinein wirkt der Weg logisch, aber es war schon auch Mut dabei: Zuerst kam der deutschsprachige Raum. Als wir mit den ersten Bibliotheken in Österreich und der Schweiz gesehen haben, dass das Modell über Grenzen hinweg funktioniert, war klar, dass wir weitergehen. Frankreich und Belgien waren für uns naheliegend. Kulturell, sprachlich, und weil dort die Bibliotheken, die Médiathèques, eine sehr starke Rolle im kulturellen Leben spielen. Und als das in Europa funktioniert hat, haben wir uns gesagt: Warum nicht auch über den Atlantik?
Wie hat sich die Expansion von filmfriend und deren Finanzierung gestaltet?
Am Anfang ganz organisch und Schritt für Schritt. filmwerte war damals ein kleines, unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen aus Potsdam, ohne Investor im Rücken. Wir sind aus eigener Kraft gewachsen, Bibliothek für Bibliothek. filmfriend finanziert sich über die Lizenzgebühren der Bibliotheken, und diese Einnahmen fließen zu einem großen Teil an die Rechteinhaber:innen zurück. Für viele unabhängige Verleiher:innen und Produzent:innen ist das inzwischen eine verlässliche Erlösquelle.
Für den Sprung in neue Länder reicht das allein aber nicht. Neue Länder zu erschließen, braucht Zeit, Ideen und einen langen Atem, lange bevor der erste Vertrag unterschrieben ist. Genau da kam Creative Europe MEDIA ins Spiel. MEDIA hat an uns geglaubt, als wir noch ein kleines Team waren, und uns genau den Rückenwind gegeben, den wir gebraucht haben. Ohne diese Unterstützung hätten wir diesen Schritt damals schlicht nicht wagen können.
Und MEDIA begleitet uns bis heute, zum Beispiel dabei, Klassiker und echte Perlen des europäischen Kinos neu ins Licht zu rücken. Denn was wir da erzählen, ist eine großartige Geschichte: die des europäischen Kinos. Nicht, um Europa als Territorium zu feiern, so wie es das Hollywood-Modell gern tut. Sondern um gemeinsame Blicke auf die Welt zu feiern. Filme, die die Welt hinterfragen, die zeigen, wie reich und vielfältig unser Kontinent ist und wie er es schafft, die Welt zu denken und zu erleben. Filme, bei denen wir zusammen weinen und lachen, voneinander lernen und sogar über uns selbst lachen können. Und das ist, glaube ich, ziemlich gesund.
»Ohne MEDIA wären wir heute nicht in Frankreich und Belgien.«
2020, 2021 und 2025 erhielt filmfriend Förderungen aus ganz unterschiedlichen Förderlinien von Creative Europe MEDIA. Welche Schritte konnten Sie damit gehen, ja wagen?
Ich sage es ganz offen: Ohne MEDIA wären wir heute nicht in Frankreich und Belgien, und wahrscheinlich auch nicht in Nordamerika. So einfach ist das. Mit der ersten Förderung 2020 aus „Promotion of European Works Online“ haben wir die Expansion überhaupt erst vorbereiten können: die Plattform mehrsprachig machen, Rechte für weitere Länder sichern und rund hundert Bibliotheken in Frankreich, Belgien, Luxemburg und anderen Ländern ansprechen.
2021 konnten wir diesen Weg fortsetzen und die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ausbauen. Und 2025 erhielten wir aus der Förderlinie „Audience Development and Film Education“ Unterstützung für unser Projekt „filmfriend: Growing Audience for European Films“. Da geht es darum, gezielt neue Publikumsgruppen, gerade junge Menschen, für europäische Filme zu gewinnen, über Filmvermittlung, kuratierte Kataloge und die Bibliotheken als Orte vor Ort. Das „Wagen“ in Ihrer Frage trifft es gut: MEDIA hat uns erlaubt, Dinge auszuprobieren, bevor sie sich rechnen. Und ich finde, filmfriend zeigt, was dabei herauskommen kann: Aus einem Berliner Pilotprojekt ist ein europäischer Player in zehn Ländern geworden. Das ist für mich europäische Förderung, wie sie sein sollte: Sie gibt den Anstoß, damit ein Modell auf eigenen Beinen stehen kann, und sie bleibt ein wichtiger Partner, wenn wir die nächsten Schritte gehen.
Wo lagen die Herausforderungen, auch in anderen Bibliotheken Europas erfolgreich zu sein? Kein Bibliotheken-System ist ja gleich …
Genau das ist die Herausforderung! In Deutschland entscheiden Bibliotheken oft selbst oder über Landesfachstellen, in Frankreich spielen Kommunen, Départements und ihre Médiathèques eine ganz andere Rolle, in der Schweiz ist es wieder anders organisiert. Budgets, Beschaffungswege, Entscheidungszyklen, da ist wirklich alles anders.
Dazu kommt die Technik: Jede Bibliothek arbeitet mit anderen Bibliothekssystemen, und wir mussten für jedes eine Schnittstelle bauen, damit die Anmeldung reibungslos funktioniert. Und schließlich die Rechte: Filmrechte werden Land für Land vergeben, also muss man für jedes Territorium neu verhandeln, mit den richtigen Sprachfassungen. Das kostet Zeit, Geduld und manchmal auch Nerven, das gebe ich zu. Aber es lohnt sich, denn am Ende haben die Bibliotheken überall ein gemeinsames Anliegen: Kultur für alle zugänglich zu machen.
Und dann ist da noch die vielleicht größte Herausforderung: sich überhaupt bekannt zu machen. Wir haben bei Weitem nicht die Marketingbudgets und die Schlagkraft der großen amerikanischen Streaming-Riesen. Das ist, glaube ich, eine der größten Aufgaben für uns Europäerinnen und Europäer, gerade in Kultur und Unterhaltung. Wir bräuchten mehr Mittel für Marketing und eine auswärtige Kulturpolitik, die genauso wirksam ist wie die amerikanische, auch wenn sie auf einem anderen Modell und manchmal auf etwas anderen Werten beruht. Aber auf diese Werte dürfen wir stolz sein. Und genau das kommt auch in Nordamerika gut an. Da gibt es eine echte Neugier, eine richtige Lust auf etwas anderes, auf Europa. Ich erlebe dort überhaupt kein Publikum, das sich abschottet, jedenfalls nicht bei den Menschen, die in die Bibliotheken gehen. Und das sind in den USA, gemessen an der Bevölkerung, übrigens deutlich mehr als bei uns in Europa.
»Als Unternehmen müssen wir den Schritt ins KI-Zeitalter gehen.«
Europas Filmbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen, von KI bis veränderter Mediennutzung hin zu teils stark rückgängigen Finanzierungsquellen. Vor diesen Hintergründen: Wo sehen Sie filmfriend in zehn Jahren?
Bei KI muss man, glaube ich, genau unterscheiden. Intern hilft sie uns enorm, bei Metadaten, Untertiteln oder Barrierefreiheit. Das Tempo, in dem KI heute Aufgaben übernimmt, die früher richtig komplex waren, ist beeindruckend, und sie verändert unsere Unternehmen sehr tiefgreifend. Als Unternehmen müssen wir den Schritt ins KI-Zeitalter gehen, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, ganz klar. Aber es werden immer Menschen sein, die filmfriend machen. Für die Nutzer:innen sieht das aber ganz anders aus. KI sucht immer das Mittelmaß, und sie will uns gefallen. Damit sperrt sie uns ein, genau wie die Algorithmen: Sie verengt unseren Horizont, statt ihn zu öffnen. Die Kuratierung, die Auswahl und das Erzählen, warum ein Film wichtig ist, bleiben bei uns deshalb am Ende in der Hand eines Menschen. Mit seiner Persönlichkeit, seinem Geschmack, ja seiner Subjektivität. Und das ist keine Schwäche, das ist unsere Stärke: Ein Mensch kann überraschen, begeistern, auch mal gegen den Strom empfehlen. Das Individuum mit seinem eigenen Blick, das ist es, was Kultur lebendig macht. Und genau das macht mich zuversichtlich, für unsere Gesellschaft und für filmfriend.
Und was die Finanzierung angeht: Neue Märkte, neue Produkte, neue Geldquellen suchen, das gehört einfach dazu. Das ist Kapitalismus, den habe ich nicht erfunden. Was mir wirklich Angst macht, sind die Kürzungen in den Kultur- und Bildungshaushalten, überall in Europa. Und der Druck, der mit dem Aufstieg rechtspopulistischer und rechtsextremer Kräfte kommt, bis hin zur Zensur von Werken. Gleichzeitig leben wir in einer Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger den Gürtel enger schnallen müssen. Viele haben das Gefühl, dass das Leben einfach zu teuer geworden ist, und sie machen sich Sorgen oder sind verärgert. Genau darauf gibt filmfriend eine Antwort: Kultur für alle, ohne Aufpreis, einfach mit dem Bibliotheksausweis.
Und für die Branche wollen wir ein verlässlicher Partner bleiben: Wenn andere Finanzierungsquellen zurückgehen, können Bibliotheken ein stabiler Pfeiler für die Verwertung europäischer Filme sein. Dafür brauchen wir Europa auch weiterhin an unserer Seite. Creative Europe MEDIA hat gezeigt, was möglich ist, wenn man einem mutigen Projekt vertraut. Wenn Europa diesen Weg weiter mit uns geht, können wir gemeinsam beweisen, dass europäisches Kino auch im Streaming-Zeitalter auf der ganzen Welt sein Publikum findet. Das ist, glaube ich, eine schöne Zukunft. Für die Filme und für ihr Publikum.
Vielen Dank!

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