Stories at Risk – Ergebnisse und Forderungen

Neue Erkenntnisse zu kreativer Freiheit und kultureller Vielfalt in Europa

  • Ein Mann spricht in ein Mikrofon

    Seriesly Berlin © William Veder

Stories at Risk ist eine europäische Konsultations- und Think-Tank-Initiative, die im Zuge von Seriesly Berlin ihre Ergebnisse präsentierte. Im Vorfeld waren 105 Fachleute der AV-Branche aus ganz Europa befragt und anschließend in vier Think-Tank-Sitzungen mit Rundfunkanstalten und Auftraggeber:innen zusammengebracht worden.

Die Ergebnisse zeigen wachsende Bedenken hinsichtlich des strukturellen Drucks auf kreative Entscheidungen: Nur 8 % der Befragten sind zuversichtlich, dass das derzeitige Produktionsumfeld kreatives Risiko belohnt. Fast zwei Drittel gaben an, dass ein Projekt aufgrund von tatsächlichem oder erwartetem Widerstand, der über die übliche redaktionelle Zusammenarbeit hinausging, nicht weiterverfolgt wurde. Als häufigstes Hindernis nannten 64 % der Befragten Finanzierungsschwierigkeiten.

Als zentrale Maßnahmen zur Stärkung der kreativen Freiheit und kulturellen Vielfalt identifizierten die Teilnehmenden eine unabhängigere Entwicklungsförderung, mehr Vertrauen in Kreative und das Publikum sowie ein umfassenderes Verständnis von Vielfalt. Dieses sollte nicht nur berücksichtigen, wer auf dem Bildschirm repräsentiert wird, sondern auch, wer Geschichten erzählen darf und wessen Perspektiven darin sichtbar werden.

➔ Der vollständige „Stories at Risk“-Bericht kann hier heruntergeladen werden. 

Stories at Risk wurde von Seriesly Berlin initiiert und vom Programm „Culture on Screen“ des Europarats unterstützt.