Kulturprojekte an der Schnittstelle audiovisueller und digitaler Technologien 

Über 250.000 Euro gehen nach Deutschland

  • Konzerthaus Berlin

    Demnächst im Konzerthaus Berlin: Auralisation, Foto: © Felix Löchner_Sichtkreis

"Bridging Culture and Audiovisual Content through Digital", so der klangvolle Name einer Ausschreibung der Europäischen Kommission aus dem Frühjahr. Ziel ist die Entwicklung von Projekten, die neue Formen des kreativen Schaffens an der Schnittstelle zwischen verschiedenen kulturellen und kreativen Bereichen  entwickeln. Acht innovative Projekte werden jetzt mit knapp 3,2 Millionen Euro gefördert.

Mit AURA ist auch ein aus Deutschland koordiniertes Projekt dabei. Unter Federführung der BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit zeigen Konzerthäuser und Universitäten als Technologiepartner aus Berlin, Florenz und Lemberg anhand eines Modellversuchs, wie mit Auralisation, einem Verfahren zur künstlichen Hörbarmachung akustischer Situationen, die Wahrnehmung von Musik beeinflusst, Klangproduktion optimiert und so eine neue Art von Musikerlebnis kreiert werden kann. Die deutschen Partner BGZ, HTW und Konzerthaus Berlin erhalten zusammen knapp 190.000 Euro. Dr. Hilde Hansen, die Geschäftsführerin der BGZ betont: „AURA schlägt eine Brücke zwischen künstlerischen Leistungen und neuen Technologien und eröffnet vielfältige Möglichkeiten für Kultureinrichtungen, neue Musikangebote, Aufführungspraktiken und Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich damit ein neues Publikum zu erschließen. Dies ist besonders für Orte mit einer kreativen Musikszene – wie in Berlin – interessant."
aura-project.eu/288/

An einem weiteren Projekt ist ein deutscher Partner beteiligt: REAL IN ist ein kulturspartenübergreifendes und cross-sektorales Forschungsprojekt von VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival (Hamburg), La Manufacture (Avignon), MEET Digital Culture Center (Mailand) und ESPRONCEDA Institute of Arts & Culture (Barcelona). Die vier europäischen Partner*innen aus den Bereichen Interaktive Kunst, Theater, Musik und Design werden zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Produktionsfirma Black Euphoria (Marseille) den Einsatz von 3D- Scantechnologie in Kombination mit immersiven Technologien für die Kreativwirtschaft weiterentwickeln, um neue Möglichkeiten der Partizipation für das Publikum zu schaffen.
Mit REAL IN wird ein innovatives Programm mit Residenzen, Symposien und Workshops umgesetzt, um die gemeinsam von Kreativen, Programmierer*innen und Akteur*innen der Kreativwirtschaft entwickelten Prototypen auf den jeweiligen Festivals und Veranstaltungen zu präsentieren und zu diskutieren.

„Wir freuen uns außerordentlich über die Förderzusage, das ist eine große Ehre, ein nächster spannender Schritt für das VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival“, so Ulrich Schrauth, der Künstlerische Leiter des Festivals. „Auf Initiative von uns und Espronceda aus Barcelona konnten wir Partner*innen ein großartiges Projekt auf die Beine stellen, das Entwicklungen im Bereich 3D-Scantechnologien für künstlerische und immersive Projekte grenzüberscheitend und europaweit erforschen und präsentieren wird.“ Die Fördersumme für VRHAM! beträgt rund 66.500 Euro.

Die gesamte Förder- und Projektpartnerliste finden Sie hier: ec.europa.eu