10 Jahre Creative Europe: EU-Kommission zieht Bilanz

Positive Bilanz: Creative Europe MEDIA stärkt Vielfalt und Wettbewerbsfähigkeit

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Die Europäische Kommission hat einen Bericht zur Bewertung von zehn Jahren Creative Europe, dem zentralen EU-Förderprogramm für Kultur und Medien, veröffentlicht. Der Bericht umfasst die abschließende Bewertung der Förderperiode 2014–2020 sowie die Halbzeitbewertung des laufenden Programms 2021–2027 und basiert auf umfangreichen Datenerhebungen, Analysen und einer externen Studie.

Die Ergebnisse bestätigen insbesondere die starke Wirkung des Programmbereichs MEDIA, der wesentlich zur Wahrung der kulturellen Vielfalt und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen audiovisuellen Sektors beiträgt.

Größere Reichweite

MEDIA geförderte Filme und Serien erreichten ein deutlich breiteres Publikum als nicht geförderte europäische Werke. So wurden sie im Durchschnitt in 9,5 zusätzlichen EU-Ländern im Fernsehen, in 6,6 weiteren Ländern im Kino und in 3,3 weiteren Ländern auf Online-Plattformen ausgewertet. Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde deutlich gestärkt: Rund 84 Prozent der im aktuellen Programm geförderten Werke sind europäische Koproduktionen – verglichen mit rund 14 Prozent bei nicht geförderten Produktionen. Zudem beteiligen sich zunehmend Länder mit geringerer audiovisueller Kapazität an MEDIA Projekten.

Internationale Erfolge

MEDIA geförderte Werke erzielten auch international große Anerkennung mit rund 1.200 Nominierungen und 500 Preisen bei renommierten Festivals und Preisverleihungen. Im Games-Bereich wurde jedes dritte von MEDIA unterstützte Spiel erfolgreich kommerzialisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf neuen Finanzierungsinstrumenten: Der Guarantee Fund für den Kultur- und Kreativsektor mobilisierte Darlehen in Höhe von fast 2 Milliarden Euro und ebnete den Weg für MediaInvest, das erstmals auch Eigenkapital für audiovisuelle Projekte bereitstellt.

Seit 2021 unterstützt Creative Europe zudem hochwertige Projekte im Nachrichtenmedienbereich, um Medienpluralismus, journalistische Unabhängigkeit und Medienkompetenz zu stärken.

Creative Europe Desks

Der Report besagt weiter, dass die mittlerweile 40 europäischen Creative Europe Desks wichtige und verlässliche Partner für die audiovisuelle Branche sind. Sie leisten wertvolle Unterstützung bei der Antragstellung und bieten eine Vielzahl von Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene an.

Der Bericht unterstreicht, dass Creative Europe MEDIA auch künftig kontinuierlich weiterentwickelt werden muss, um den marktwirtschaftlichen, technologischen und strukturellen Herausforderungen der europäischen Medienbranche wirksam zu begegnen.

Den gesamten Bericht zum Download in der Kurz- und Langversion finden Sie hier.