connecting cottbus – Filmproduktion im Zeitalter der KI

6.11., Cottbus

  • Eine Frau in Rückansicht in futuristischem Setting

    A Woman Asleep © FFC

  • Menschen sitzen in einem Raum an Tischen

    Connecting Cottbus © Jerzy Wypych

Im Rahmen von „Connecting Cottbus“ (coco, 4.-6. November) wird am Freitag, 6. November 2026, eine Case Study zum Thema “Filmproduktion im Zeitalter der KI“ präsentiert. Anlass ist die Präsentation von zwei Filmen während des Festivals, bei in großem Umfang KI eingesetzt wurde. Bei der vom Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg unterstützten Veranstaltung sprechen Alkan Avcıoğlu und Vikki Bardot vom Spongeworthy Studio über ihre produzentische Arbeit an „Post Truth“ (Alkan Avcıoğlu) und „A Woman Asleep“ (Vikki Bardot). Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Fragen: Warum wird KI genutzt? Wie wurde KI bei der Realisierung eingesetzt? Und was bedeutet der KI-Einsatz für die Vertriebsperspektiven audiovisueller Werke? Es moderiert Antoine Simkine, Produzent und Geschäftsführer französischen Produktionsfirma „Les Films d’Antoine“. Simkine ist zudem Gründer der „Digifilm Corporation“, ein Start-up, das eine innovative Lösung für die langfristige Archivierung von Filmbeständen anbietet. Antoine Simkine nahm an zahlreichen von MEDIA-geförderten Programmen teil wie ACE Producers, EAVE+ und Inside Pictures. Aktuell ist er Präsident von ACE Producers.

Die 28. Ausgabe von „Connecting Cottbus“ (coco) findet vom 4. bis 6. November 2026 in Cottbus statt. Auf dem Ost-West-Koproduktionsmarkt werden bei cocoPITCH und cocoWIP wieder 19 Projekte werden vorgestellt, davon 13 Spielfilmprojekte in der Entwicklungsphase zum Pitch sowie sechs Spielfilmprojekte im Work-in-Progress-Stadium. Die Projekte im coco-Line-up 2026 stammen in diesem Jahr aus 17 Ländern. 63 Prozent der Projekte stammt von Regisseurinnen. Die Projekte kommen Jahr aus 13 Ländern, darunter auch aus der Ukranie, Armenien und Kirgisistan. Neben Debütfilmen sind hier auch neue Arbeiten etablierter Filmschaffender wie Andrei Cretulescu, Agnieszka Zwiefka und Onur Saylak zu finden. Die beim cocoPITCH präsentierten Projekte sind für alle registrierten Teilnehmer:innen zugänglich, die Screenings von Works in Progress-Projekten bei cocoWIP richten sich an Koproduzent:innen, Vertriebsagent:innen und weiteren potenziellen Partner:innen.

Alle coco-Projekte 2026 auf einen Blick.

Connecting Cottbus wird seit 26 Jahren von Creative Europe MEDIA unterstützt und findet im Rahmen der 36. Ausgabe des FilmFestival Cottbus (3.–11. November 2026) statt. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Andrzej Wajda in diesem Jahr widmet das Festival der Regie-Ikone des europäischen Kinos einen Schwerpunkt. NEU: Das Festival präsentiert in diesem Jahr 147 Filme aus 43 (Ko-)Produktionsländern. 29 Filme sind Teil der drei Wettbewerbe (Spielfilm, Kurzfilm und erstmals der Wettbewerb "GenNext"). Drei Jurys werden Preisgelder in Höhe insgesamt 52.000 Euro vergeben. Das Festival eröffnet am 3. November mit „Escape Net“ von Dzintars Dreibergs aus Lettland. Zu den jüngeren Erfolgen des lettischen Kinos (s.a. der MEDIA-geförderte Animationserfolg „Flow“ oder „Ulja“) findet am 6. November auch eine Podiumsdiskussion statt. Für Aufmerksamkeit dürfte auch „A Woman Asleep“ von Vikki Bardot, der erste „vollständig KI-generierte Langfilm im Hauptwettbewerb eines international etablierten Filmfestivals“. Mehr zum FilmFestival Cottbus 2026. 

Termin: 6. November 2026, 11.40–12.20 Uhr

Ort: Cottbus, Stadthaus (Zielona Góra)

Anmeldung: Akkreditierte Fachbesucher:innen