Die Berlinale 2026 startet mit der Weltpremiere von No Good Men, dem dritten Spielfilm der preisgekrönten afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat. No Good Men wird am 12. Februar 2026 als Eröffnungsfilm im Berlinale Palast präsentiert. Die deutsch-dänische Produktionfirma Adomeit Film erhielt 2023 MEDIA Co-Development Förderung.
„Shahrbanoo Sadat gehört zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos. No Good Men löst das Versprechen ihrer ersten beiden Filme eindrucksvoll ein. Auch in ihrem neuesten Werk rückt Shahrbanoo Sadat erneut das Leben afghanischer Frauen in den Mittelpunkt und verbindet eine mitreißend politische Geschichte mit Romantik und feinem Humor. Dass der Film wahre Begebenheiten aufgreift und seine Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden war, macht No Good Men zu einem umso eindrucksvolleren Auftakt der 76. Berlinale,“ kommentiert Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle.
No Good Men folgt auf Shahrbanoo Sadats gefeierte Werke Wolf and Sheep (2016) und Parwareshghah (The Orphanage | Kabul Kinderheim, 2019). Beide Filme wurden in Cannes bei der Quinzaine des Réalisateurs präsentiert, Kabul Kinderheim wurde vom Berlinale World Cinema Fund gefördert. Shahrbanoo Sadat setzt nun ihre einzigartige filmische Reise fort und erzählt eine romantische Komödie, die zugleich persönlich und politisch ist. Der Film ist der dritte von fünf geplanten Filmen, die auf den autobiografischen Schriften des Autors und Schauspielers Anwar Hashimi basieren. Hashimi ist zudem Darsteller in No Good Men neben Shahrbanoo Sadat, die die weibliche Hauptrolle spielt.
Naru (Sadat), die einzige Kamerafrau bei Kabul TV, ist überzeugt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. Doch kurz vor der Rückkehr der Taliban begleitet sie den Reporter Qodrat auf einen Außeneinsatz – und plötzlich sprühen die Funken. Eine Begegnung, die ihre Überzeugungen ins Wanken bringt.
„Weil ich in einer zutiefst patriarchalen afghanischen Gesellschaft groß wurde, glaubte ich lange nicht an gute Männer. Erst später entdeckte ich, dass es eine andere Realität gibt. Ich hoffe, dieser Film schenkt jungen Frauen Zuversicht und zeigt jungen Männern, was möglich ist,“ sagt Shahrbanoo Sadat.
Produziert wurde No Good Men als internationale Koproduktion zwischen Deutschland, Frankreich, Norwegen, Dänemark und Afghanistan. Produktionsfirmen sind Adomeit Film, La Fabrica Nocturna Cinéma, Motlys, Amerikafilm und Wolf Pictures.
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