Beträchtliche Fluktuation und hohe Prekarität

Über 40 % der Drehbuchschreibenden und Regieführenden europäischer Kinofilme haben nach 2015 kein weiteres Projekt veröffentlicht

Eine neue Ausgabe des Berichts “Writers and directors of film and TV/SVOD fiction” wurde gerade von der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, Teil des Europarats in Straßburg, veröffentlicht. Der Bericht bietet eine Analyse zu fast 39 000 Drehbuchschreibenden und Regieführenden, die zwischen 2015 und 2024 an in Europa produzierten europäischen Kinofilmen und TV-/SVoD-Fiktion beteiligt waren. 

In jedem Jahr des untersuchten Zeitraums drehten rund 50 % der aktiven Regieführenden von Kinofilmen ihren Debütfilm, was auf eine erhebliche Fluktuation in der Industrie schließen lässt. Tatsächlich wurde 43 % der Drehbuchschreibenden und 41 % der Regieführenden von 2015 danach nie wieder ein neues Film- oder Fernsehprojekt zugeschrieben. 

Ganz anders sieht es bei TV-/SVoD-Fiktion aus, wo 85 % der Drehbuchschreibenden und 91 % der Regieführenden von 2015 auch danach weiterarbeiteten. 

Einige zentrale Erkenntnisse dieses neuen Berichts: 
  • Beträchtliche Fluktuation und hohe Prekarität, vor allem unter Kinofilmschaffenden 

  • TV/SVOD-Fiktion bietet mehr Aufträge als Kinofilme, allerdings für eine kleinere Anzahl von Fachpersonen 

  • Brücken zwischen den Sektoren TV/SVoD und Kinofilm 

  • Das Modell des Autorenfilms für europäische Filme hält sich 

Die gesamte Pressemeldung
Zum Download  „Writers and directors of film and TV/SVOD fiction - 2015-2024 figures“