Präsentation der European Cinema & VOD Initiative bei der Berlinale

MEDIA geförderte Kino on demand Plattform stellt sich vor


Das Unternehmen Rushlake Media (RLM) stellt erstmals ihre "European Cinema & VOD Initiative" (ECVI) der Öffentlichkeit bei der 67. Berlinale vor. Die Präsentation findet am 13. Februar 2017 um 17 Uhr im Gropius Park Pavillon am Martin Gropius Bau statt. Für das VoD-Projekt erhielt die Firma Ende 2016 von Creative Europe MEDIA eine Förderung über 470.000 Euro.

ECVI ist eine europäische Variante von "Kino on Demand". Die Service-Plattform für Kinobetreiber wurde 2014 beim Workshop der deutschen Creative Europe Desks anlässlich der Filmkunstmesse in Leipzig vorgestellt. Mit Hilfe des Online-Service können aktuell 13 deutsche Kinos ihrem Publikum auf der eigenen Filmtheater-Website zusätzliche Filmangebote für zu Hause anbieten. Dies sind aktuelle Filme, die nicht mehr im Kino gezeigt werden, aber auch Klassiker, Lieblingsfilme oder Werkschauen großer Regisseure. So konnten die Kinos zum Beispiel die Amy Winehouse-Doku "Amy" erfolgreich als VoD-Angebot offerieren und ebenso punkten, indem sie parallel zu den "Toni Erdmann"-Vorstellungen im Kino auf der Website Maren Ades früheres Werk "Alle anderen" als VoD anboten. Initiiert wurde "Kino on Demand" von der Bonner Kinomacherin Sigrid Limprecht und Philipp Hoffmann, Gründer und Geschäftsführer von RLM und ehemaliger Head of Marketing des Weltvertriebs The Match Factory.

"Gemeinsam mit unseren Partnern in Frankreich und den Niederlanden freuen wir uns sehr über die Unterstützung für ECVI durch Creative Europe MEDIA. Wir verfolgen mit ECVI einen innovativen, aber "nicht-disruptiven" Ansatz, Kino und VOD miteinander zu verknüpfen. Uns ist dabei bewusst, dass es auf europäischer Ebene kein "one size fits all" gibt, sondern wir in den jeweiligen Ländern auf die lokalen Marktumstände angepasste Services liefern werden", so Philipp Hoffmann. "Für die Kinos und Zuschauer bieten wir einen Mehrwert, so dass man im unmittelbaren Kinokontext eine noch größere Auswahl hat. Verleiher und Inhaber von Filmrechten wiederum haben endlich die Möglichkeit, ihre Filmtitel, die bei großen Anbietern wie iTunes oder Amazon nur schwer ihr Publikum finden, punktgenau ihrer Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Und wir wollen in den nächsten ein bis zwei Jahren eine dreistellige Zahl an Kinos dafür begeistern."

Technisch gesehen wird ein Online-Player auf der Kino-Website eingebettet und dem Web-Design angepasst. Kann nun diese Idee auch auf europäischer Ebene mit der European Cinema & VOD Initiative erfolgreich sein? Das Umfeld scheint günstig. Laut einer aktuellen Nielsen-Studie steigt die Nutzung von VoD-Angeboten weltweit kontinuierlich. Hierzulande geben bereits 16 % der Bevölkerung ihr Geld für Video-on-Demand-Services aus. Und in Europa gehören, laut der TV- und VoD-Datenbank Mavise der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, gerade Kino- und Fernsehfilme mit 61 % klar zu den beliebtesten Inhalten aller rund 1.400 Abrufdienste in Europa. Geplant ist ECVI als paneuropäisches Netzwerk. Im ersten Schritt ist sie eine Kooperation mit Carbec Media aus Frankreich und der Stichting Nederlandse Filmpromotie aus den Niederlanden. In diesen Ländern soll das Angebot unter den Namen "La Toile" bzw. "Filmthuis" starten. "ECVI basiert in jedem Land auf dem gleichen Produktansatz - also "Kino on Demand" - aber unter einer eigenen lokalen Marke. Und ECVI ist mehr als eine technische Zusammenarbeit", so Hoffmann. "Wir wollen vor allem voneinander lernen. Was funktioniert in dem einen, was im anderen Land? Das Ganze sollte immer als sinnvolle Ergänzung bestehender Marktstrukturen gesehen werden." Entsprechend wird der Löwenanteil der MEDIA Förderung in Marketingmaßnahmen fließen. Und "natürlich wollen wir ECVI mittelfristig ausbauen. Erste Gespräche dazu laufen bereits" http://de/ weltweit online abrufbar sind. www.kino-on-demand.com
Im Rahmen der letzten MEDIA Förderrunde Online Distribution wurden zehn von 34 eingereichten Projekten mit mehr als 3 Millionen Euro unterstützt.

Termin: 13. Februar 2017 um 17 Uhr im Gropius Park Pavillon am Martin Gropius Bau statt.
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