LUX Filmpreis 2015 - Die Nominierten

Zwei deutsche Koproduktionen unter den nominierten Filmen


Die nominierten Filme UROK (THE LESSON) von Kristina Grozeva und Petar Valchanov,  MUSTANG von Deniz Gamze Ergüven und MEDITERRANEA von Jonas Carpignano © Eye on Films | Weltkino Filmverleih | DCM Pictures
Die nominierten Filme UROK (THE LESSON) von Kristina Grozeva und Petar Valchanov, MUSTANG von Deniz Gamze Ergüven und MEDITERRANEA von Jonas Carpignano © Eye on Films | Weltkino Filmverleih | DCM Pictures

Im Rahmen der Giornate degli Autori - Venice Days, einer Nebenreihe der Internationalen Filmfestspiele von Venedig, wurden die drei Finalisten im Rennen um den LUX Filmpreis 2015 bekanntgegeben. Seit 2007 trägt die Auszeichnung zur Sichtbarkeit des europäischen Films bei und wirft ein Schlaglicht auf Filme, die europapolitische Themen wie Einwanderung, Integration, Armut oder Gewalt gegen Frauen thematisieren. Die Auswahl erfolgte aus einer Liste von zehn Filmen.

Der offizielle Wettbewerb besteht in diesem Jahr aus drei Erstlingen, die Themen von aktueller europapolitischer Relevanz ansprechen und dabei außergewöhnliche filmische Fähigkeiten demonstrieren:

Nominiert sind:


  • MEDITERRANEA von Jonas Carpignano, eine Koproduktion zwischen Italien, den USA, Deutschland, Frankreich und Katar. Der Film erzählt von der beschwerlichen Reise zweier Männer, die aus ihrer Heimat Burkina Faso über Libyen und das Mittelmeer bis nach Süditalien flüchten, wo sie einen Job als Hilfsarbeiter kriegen. Dann aber erfahren sie, wie wenig gewünscht und willkommen sie sind. Deutscher Produktionspartner ist DCM Pictures.

  • MUSTANG von Deniz Gamze Ergüven, eine Koproduktion zwischen Frankreich, Deutschland, der Türkei und Katar. Der Film erzählt die Geschichte fünf junger Mädchen in einem reaktionären Dorf im Norden der Türkei. Ihr Leben verändert sich schlagartig, nachdem ein als unanständig wahrgenommenes Herumtollen mit Jungs einen Skandal mit ungeahnten Folgen nach sich zieht. Deutscher Produktionspartner ist Uhlandfilm.

  • UROK (THE LESSON) von Kristina Grozeva und Petar Valchanov, eine Koproduktion zwischen Bulgarien und Griechenland. Eine junge bulgarische Lehrerin möchte ihren Schülern den Unterschied zwischen Recht und Unrecht erklären, nachdem sie von einem Diebstahl innerhalb ihrer Klasse erfährt. Doch als sie in die Schuld von Kredithaien gerät, wird ihr eigenes Gefühl für richtig und falsch in Frage gestellt.

Die drei Wettbewerbsfilme werden zwischen Oktober und Dezember in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten zu sehen sein. Um das Publikum in ganz Europa zu erreichen, überwindet das Programm sowohl geografische als auch sprachliche Barrieren: Die Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt vorgeführt.

Der Gewinner wird von den Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt und am 25. November in Straßburg bekannt gegeben. Der Film, der den LUX Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

Zuschauer aus ganz Europa haben auch wieder die Chance, sich bei der Wahl des Publikumspreises zu beteiligen. durch Abstimmung für einen der drei Filme im Wettbewerb zu beteiligen. Interessierte können über Facebook und auf der offiziellen Website des LUX Filmpreises für ihre Favoriten stimmen.

Zu den letzten Gewinnern des LUX Filmpreises gehören unter anderem IDA von Pawel Pawlikowski, THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN von Felix van Groeningen.

Weitere Informationen zum LUX Filmpreis hier