A Star is born

  • Maximilian Brückner in "Schwere Jungs"

Bei der Wahl ihrer Shooting Stars hat die EFP immer schon ein gutes Händchen bewiesen, denn die ersten deutschen Shooting Stars waren Franka Potente und Jürgen Vogel - heute zweifellos Akteure mit internationalem Starstatus. Während Potente überwiegend in den USA dreht, gerade übernahm sie eine Hauptrolle an der Seite von Eric Bana in "Romulus, my father" unter der Regie von Richard Roxburgh, ist Vogel eher in deutschen Produktionen mit internationalem Erfolg wie z.B. "Rosenstraße" von Margarethe von Trotta zu sehen. Der momentane Superagent 007, Daniel Craig, war auch mal einer. Im Jahre 2000 wurde er vom British Council, dem englischen Mitglied von EFP,

für das Newcomer-Programm ausgewählt und damit in Europa populär. Auch Rachel Weisz, der britische Shooting Star der ersten Stunde steht inzwischen auf den Besetzungslisten des Weltkinos und hat für ihre Rolle als politische Aktivistin in „The Constant Gardener“ von Fernando Meirelles sogar einen Oscar gewonnen.
Vom nationalen zum internationalen Erfolg
Seit zehn Jahren organisiert die EFP die Initiative Shooting Stars während der Berlinale mit dem Ziel, den Weg von einer nationalen Karriere der Teilnehmer zu einer internationalen zu ebnen. In dem zweitägigen Programm werden ca. 20 junge Schauspieltalente der internationalen Presse präsentiert, haben Treffen mit den führenden Casting-Agenturen und werden auf einer großen Abschlussgala mit der gesamten Filmindustrie gefeiert. Deutschlands Shooting Star 2003, Daniel Brühl, ist sicher eines der besten Beispiele für eine erfolgreiche internationale Karriere. In den letzten Jahren spielte er ebenso häufig in europäischen Produktionen z.B. in Frankreich („Merry Christmas“ von Christian Carion, „2 Jours“ von Julie Delpy), Großbritannien („In Transit“ Tim Roberts, „Ladies in Lavender“ Charles Dance) und Spanien („Salvator“ von Manuel Huerga, „Cargo“ von Clive Gordon) wie in vielen deutschen Filmen. Moritz Bleibtreu, deutscher Repräsentant 1999, hat auch den Sprung über die nationale Grenze geschafft. Gerade hat er in dem neuen Film der Taviani Brüder („La Masseria delle Allodole“ gespielt, zuvor war er in „The Walker“ von Paul Schrader dabei und hat in französischen, dänischen und österreichischen Produktionen mitgewirkt.

Mit Spannung kann man nun die Karriere des diesjährigen Shooting Stars, Maximilian Brückner, verfolgen. Im Kino ist und war er mit seinen überzeugenden Darstellungen als Willi Graf in Marc Rothemunds „Sophie Scholl“ oder in den wunderbaren Komödien von Markus H. Rosenmüller „Wer früher stirbt, ist länger tot“ und „Schwere Jungs“ zu sehen.

Das Beste aus dem europäischen Kino
Zehn Jahre Shooting Stars – das sind auch zehn Jahre European Film Promotion. Die Agentur für die Promotion des europäischen Film mit Sitz in Hamburg, wurde von Renate Rose und ihrem Team nach dem Auslaufen von MEDIA II und dem Schließen der ersten europäischen Kinoverleihförderung EFDO entwickelt. EFP ist seit 1997 ein Verein mit inzwischen 27 Mitgliedern, den nationalen Exportagenturen der europäischen Länder, geworden, der über zehn verschiedene Aktivitäten zugunsten des europäischen Films und seinen Akteuren organisiert. Neuestes Baby der EFP ist „Picture Europe!“, eine Initiative, die auf den wichtigsten Faktor für den europäischen Kinoerfolg abzielt – das Publikum. Kassenschlager, die bisher nur vom heimatlichen Publikum gefeiert wurden, werden im Frühjahr dieses Jahres in drei europäischen Metropolen als glamouröse Auslandspremieren gezeigt. Claudia Landsberger, Präsidentin von EFP, begründet die Initiative: „Trotz aller Anstrengungen kommen national erfolgreiche europäische Filme kaum in den Nachbarländern ins Kino. Darum hat EFP beschlossen, ein grenzüberschreitendes Marketingkonzept für europäische Filme innerhalb Europas zu entwickeln, um hier ein neues Publikum zu erreichen.“ Eine Woche lang werden 10 bis 15 nationale Kinohighlights gezeigt. Auftakt ist jeweils eine große Premierenfeier mit Presse, nationaler Filmszene, Regisseuren und Schauspielern.
Seit zehn Jahren unermüdlich und kreativ für den europäischen Film - herzlichen Glückwunsch, Happy Birthday, Félicitations EFP!