Die MEDIA geförderten Filme im November 2019

Neun MEDIA Filme starten neu im Kino


Der nordmazedonische Finalist beim diesjährigen LUX Prize "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" von Teona Strugar Mitevska © jip film & verleih
Der nordmazedonische Finalist beim diesjährigen LUX Prize "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" von Teona Strugar Mitevska © jip film & verleih

Ob starbesetztes Drama um einen bangladesischen Jungen, der in Paris um sein Überleben Schach spielt, der nostalgische Blick eines alten Mannes zurück in die verdrängte Jugend oder das dokumentarische Porträt toxischer Männlichkeit in Italien: die neun MEDIA geförderten Filme im November bedienen die volle Bandbreite an Emotionen.

Der mehrfach ausgezeichnete Film "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya " (14.11.) von Teona Strugar Mitevska, der in diesem Jahr bei der Berlinale uraufgeführt wurde und unter den drei Finalisten des Lux Film Prize 2019 des Europäischen Parlaments ist, startet im November in den deutschen Kinos. Erzählt wird die Geschichte einer starken jungen Frau, die in Nordmazedonien in einer Kleinstadt lebt und dort am Dreikönigstag eine erstaunliche Leistung vollbringt, die bis dahin nur Männern zugetraut wird. eine Hauptrolle.

Das deutsche Drama "Sterne über uns" von Christina Ebelt erzählt von der alleinerziehenden Mutter Melli, die - in die Obdachlosigkeit gedrängt - mit ihrem Sohn Ben in den Wald zieht. Dort hoffen die beiden auf Besserung, bis Melli eine neue Stelle als Flugbegleiterin antreten kann. Doch während Ben das Waldleben spannend findet, sorgt sich Melli, dass Ben ihr weggenommen wird, sollte jemand von ihrer Unterkunft erfahren...
Der Film von 2 Pilots Filmproduction wurde von MEDIA Slate Förderung unterstützt.

Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim (Assad Ahmed) in "Das Wunder von Marseille" aus Bangladesch nach Paris fliehen. Doch kaum dort angekommen, beginnt erneut ein zermürbender Spießrutenlauf. Wo sollen er und sein Vater eine Unterkunft und einen Job finden? Dank seiner außerordentlichen Begabung für Schach findet Fahim in Sylvain (Gérard Depardieu) einen der besten Schachtrainer Frankreichs. Er muss die Meisterschaft in Marseille gewinnen und französischer Champion werden, damit seine Flucht nicht umsonst gewesen ist.

In der Romanadaption "Pferde stehlen" von Hans Petter Moland sucht der 67-jährige Trond (Stellan Skarsgård) die Einsamkeit in einem kleinen Dorf im Wald. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Trond erinnert sich zurück: An einen Sommer, in dem er mit seinem Freund Pferde stahl, die Liebe entdeckte und seinen Vater zum letzten Mal sah.. Von MEDIA wurde der Film im Development unterstützt und erhielt Gelder aus der automatischen Verleihförderung.

Wenig nostalgisch sind hingegen die Filmemacher Gustav Hofer und Luca Ragazzi, wenn sie sich in ihrer Dokumentation "Dicktatorship" auf die Suche nach den Ursprüngen des männlichen Chauvinismus begeben. Warum wollen sich Männer immer so dringend in den Vordergrund rücken? In Italien gehen Ragazzi und Hofer, von den Mussolinis, Berlusconis und Casanovas des Landes inspiriert, dem Phänomen auf den Grund.

Im November erscheint:

"Das Forum" von Marcus Vetter, Rise and Shine Cinema, am 6.11. in mehr als 20 Städten
"Das Wunder von Marseille" von Pierre-François Martin-Laval, tobis Film, 7.11.
"Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe" von Michele Soavi, Little Dream Entertainment, 7.11.
"Happy Ending - 70 ist das neue 70" von Hella Joof, camino Filmverleih, 7.11.
"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" von Teona Strugar Mitevska, jip film & verleih, 14.11.
"Sterne über uns" von Christina Ebelt, Real Fiction, 14.11.
"Smuggling Hendrix" von Marios Piperides, Filmperlen, 14.11.
"Pferde stehlen" von Hans Petter Moland, MFA, 21.11.
"Dicktatorship" von Gustav Hofer & Luca Ragazzi, déjà-vu films, 28.11.

Alle MEDIA-geförderten Filme im Überblick hier