Das Wunder von Marseille

Von Pierre-François Martin-Laval, tobis Film, 7.11.




Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim (Assad Ahmed) aus seiner Heimat Bangladesch fliehen. Während seine Mutter und die Geschwister in dem von politischen Unruhen erschütterten Land zurückbleiben, macht er sich mit seinem Vater Nura (Mizanur Rahaman) auf den beschwerlichen Weg nach Frankreich, um dort Asyl zu beantragen. Doch kaum in Paris angekommen, beginnt ein zermürbender Spießrutenlauf. Wo sollen sie eine Unterkunft und der Vater einen Job finden?

Dank seiner außerordentlichen Begabung für Schach findet Fahim in Sylvain (Gérard Depardieu) - einem der besten Schachtrainer Frankreichs - einen Förderer und wahren Freund, während Nura unaufhaltsam in die Illegalität abrutscht und untertauchen muss. Als seinem Vater kurz vor der französischen Schachmeisterschaft die Ausweisung droht, hat Fahim deshalb nur noch ein Ziel: Er muss die Meisterschaft in Marseille gewinnen und französischer Champion werden, damit ihre Flucht nicht umsonst gewesen ist.

Regisseur Pierre François Martin-Laval ("Gaston", "Essaye-Moi") inszeniert in "Das Wunder von Marseille" mit viel Gefühl, aber auch Humor die wahre Geschichte eines Jungen, der für seinen Traum alles aufs Spiel setzt. Allein mit seinem Vater in einem fremden Land, ohne dessen Kultur und Sprache zu kennen, ist der kleine Flüchtling Fahim als illegaler Einwanderer in Frankreich gestrandet. Dass es diesem Jungen trotz allem gelingt, französischer Schachmeister zu werden, grenzt tatsächlich an ein Wunder.

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