Climax

Von Gaspar Noé, Alamode, 6.12.




Gaspar Noé macht keine halben Sachen, seine Filme sind kompromisslos und darin steht auch "Climax" seinen Vorgängern in nichts nach: Es ist eine in langen eigenwilligen Einstellungen gedrehte Höllenfahrt in Tanzszenen. An der Spitze des Casts aus den besten Tänzern, die Noé finden konnte, steht die legendäre Breakdancerin Sofia Boutella). Die Musik wurde von dem angesagten französischen DJ Kiddy Smile gemischt. Bei der diesjährigen Weltpremiere in Cannes wurde "Climax" in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs mit dem Hauptpreis ausgezeichnet und sorgte wiederholt für Szenenapplaus.

21 junge Tänzer sind bereit. Ein Tag noch, dann werden sie auf Tournee gehen, erst in Frankreich, dann in den USA. Vor der Abreise haben sie sich versammelt. Sie wollen zusammen tanzen. Sich näher kommen. Reden und feiern. Unablässig pumpt die Musik Beats in den Raum. Sangria fließt in Strömen. Die Stimmung ist bestens. Bis Selva (SOFIA BOUTELLA) eine Entdeckung macht: Jemand hat Drogen in die Drinks gemischt. Nach und nach beginnen sie zu wirken. Panik macht sich breit. Der Schuldige wird gesucht, ein kollektiver Horrortrip beginnt. Aus Angst wird Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde. Die energetische Choreographie löst sich in Chaos auf. Die Tänzer taumeln, stolpern und tanzen weiter in höchster Ekstase bis zum Morgengrauen als die Polizei eintrifft und das ganze Ausmaß entdeckt.

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