Lux Filmpreis 2017 für "Sami Blood"

Europaparlament zeichnet Nordische Koproduktion aus


Lene Cecilia und Mia Erika Sparrok, die beiden Hauptdarstellerinnen des mit dem Lux Filmpreis 2017 ausgezeichneten Films "Sami Blood" im Europäischen Parlament
Lene Cecilia und Mia Erika Sparrok, die beiden Hauptdarstellerinnen des mit dem Lux Filmpreis 2017 ausgezeichneten Films "Sami Blood" im Europäischen Parlament

Das Drama "Sami Blood" der schwedischen Regisseurin Amanda Kernell über die indigene Volksgruppe der Samen in Schweden ist vom Europäischen Parlament mit dem Lux-Filmpreis 2017 ausgezeichnet worden. Der Preis fühle sich an wie eine Entschädigung für die ältere Generation, sagte die Schauspielerin Lene Cecilia Sparrok bei der Preisverleihung.

Gemeinsam mit ihrer Schwester Mia Erika Sparrok nahm sie die Auszeichnung in traditioneller Bekleidung entgegen, teilweise sprachen die beiden Hauptdarstellerinnen in Samisch. Sie spielen auch im Film ein Geschwisterpaar. Die Ältere träumt von einem anderen Leben, von der Minderheit der Samen in Schweden unabhängigen Leben, doch sie wird mit Anfeindungen, Rassismus und Missbrauch konfrontiert.
Das Statement der Schauspielerinnen: "We are still here; we still exist. Every day, our people see the effects of colonial and racist thinking, as well as climate change. A huge wind farm is going to be built in Norway, in the southern Sámi area, which is going to affect us profoundly. The UN claims our language is almost extinct. Receiving this award feels like retribution for the older generations of Sámi people who have been treated as lesser citizens - and we hope the European Union brings an end to this so that we can all stop thinking in terms of 'us' and 'them'."

Der Film ist eine Koproduktion zwischen Schweden, Dänemark, Norwegen und erhielt MEDIA Förderung. In Venedig wurde er bereits mit dem "Europa Cinemas Label" ausgezeichnet.


Weitere Informationen: luxprize.eu