Die neuen Teilnehmerländer bei Creative Europe


"Monument to Michael Jackson" von Darko Lungulov, (c) Penrose Film
"Monument to Michael Jackson" von Darko Lungulov, (c) Penrose Film

Der Kreis der am Creative Europe teilnehmenden Länder wächst stetig: Nachdem bereits Albanien sowie Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und Serbien dem Programm beigetreten sind, kamen die Türkei, Georgien und auch Moldawien dazu. All diese Länder können nun in vollem Umfang Förderung im Rahmen des Creative Europe KULTUR Programms beantragen: für Literaturübersetzungen, für innereuropäische Kooperationsprojekte oder auch für europäische Netzwerke.

Tibor Navracsics, der EU Kommissar für Erziehung, Kultur, Jugend und Sport, zum jüngsten Neuzugang: "Es ist mir eine große Freude, nun auch die Republik Moldawien bei Creative Europe begrüßen zu dürfen. Das Programm wird dem Land den Zugang zu Europa und der Welt ermöglichen und die Kultur- und Kreativsektoren stärken."

Der Zugang zu Creative Europe MEDIA ist für die meisten der neuen Länder allerdings noch beschränkt: Nur Albanien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro können in Gänze von dem Teilprogramm profitieren. Die Türkei kann mittlerweile Unterstützung für Festivals, Training, Marktzugangs-Aktivitäten und Audience Development beantragen. Georgien und Moldawien hingegen sind zwar noch nicht antragsberechtigt, können aber bereits an Festivals, Trainings und Marktzugangs-Aktivitäten teilnehmen. Lediglich Serbien und Mazedonien bleibt das Förderprogramm für die audiovisuelle Industrie bislang noch verwehrt.

Als Filmländer treten die neuen Creative Europe Teilnehmer-Staaten schon lange in Erscheinung, das ehemalige Jugoslawien brachte Regisseure wie Emir Kusturica oder Darko Lungulov hervor, dessen Spielfilm "Monument to Michael Jackson" über den Versuch, ein serbisches Dorf mit absurden Methoden vor dem Niedergang zu retten, gerade international reüssiert. Albanien war als Koproduktions-Partner an "Sworn Virgin" von Laura Bispuri beteiligt, der Wettbewerbsfilm der diesjährigen Berlinale thematisiert die Situation der Frauen im patriarchalischen Albanien vor 30 Jahren. Auch Georgien hat mittlerweile das internationale Filmparkett betreten: Das Kriegsdrama "Tangerines" des georgischen Regisseurs Zaza Urushadze war aktuell für den Oscar® als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Hier finden Sie die aktualisierte Liste der antragsberechtigten Länder, die nicht Mitglied der EU sind.