Steuerliche Anreize und ihre Auswirkungen auf die Produktion von Filmen in Europa


Villa Schutzenberger - Hauptsitz der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Straßburg
Villa Schutzenberger - Hauptsitz der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Straßburg

Steuerliche Anreize - d.h. Steuervergünstigungen, Steuergutschriften oder Zuschüsse - mit denen das Wachstum der Produktion von Filmen und audiovisuellen Werken angeregt werden soll, sind in den letzten Jahren in Europa und weltweit zu einem beliebten politischen Instrument geworden. Wie wirksam sind steuerliche Anreize im Hinblick auf die Erreichung dieses Ziels? Welche Effekte haben sie auf die einschlägige Industrie und darüber hinaus? Das sind einige der Fragen, mit denen sich der von Olsberg•SPI für die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle verfasste Bericht beschäftigt.

Im Bericht sind alle in Europa bestehenden steuerlichen Anreizsysteme dargestellt und die auf nationaler Ebene bis Ende 2014 durchgeführten Analysen der Auswirkungen von steuerlichen Anreizen auf die Produktion von Filmen und audiovisuellen Werken zusammengefasst. Darüber hinaus bietet er anhand einer qualitativen und quantitativen Vergleichsanalyse einen Gesamtüberblick über die Effekte steuerlicher Anreizsysteme aus einer gesamteuropäischen Perspektive. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der steuerlichen Anreizsysteme in Europa deutlich erhöht; aus der untenstehenden Abbildung geht hervor, dass diese Zunahme vor allem in den letzten Jahren besonders ausgeprägt war. Zwischen 2010 und 2014 wurden in europäischen Ländern zwölf neue Anreizsysteme eingeführt, um die Produktion von Spiel- und Fernsehfilmen sowie von Videospielen zu stärken; insgesamt bestanden am 31. Dezember 2014 26 Anreizregelungen, verteilt über 17 europäische Länder.

Weitere Informationen www.obs.coe.int