DIE INNERE ZONE


Von Fosco Dubini bei Real Fiction ab 31. Juli 2014



DIE INNERE ZONE hat die realen Ereignisse des 21. Januar 1969 zum Ausgangspunkt. An diesem Tag ereignete sich in einem atomaren Testreaktor tief in einem Tunnel in den Schweizer Alpen ein Unfall, vergleichbar der Kernfusion in Tschernobyl oder Fukushima. Der unterirdische Tunnel konnte geschlossen werden, bevor radioaktive Strahlung austrat. Der Unfall wurde geheim gehalten und ist bis heute in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Im Jahre 2023 erhält die Psychologin Marta den Auftrag, eine Tunnelbaustelle aufzusuchen, aus der ein unbekanntes Luftgemisch austritt, das bereits das Binnenklima des evakuierten Tales verändert hat. Marta soll die drei noch vor Ort verbliebenen Ingenieure kontaktieren, die Symptome von Verwirrung und Paranoia zeigen.

Der Film bezieht sich auf die realen Ereignisse des 21. Januar 1969. An diesem Tag ereignete sich in einem atomaren Testreaktor tief in einem Tunnel in den Schweizer Alpen ein Unfall, vergleichbar der Kernfusion in Tschernobyl oder Fukushima. Der unterirdische Tunnel konnte geschlossen werden, bevor radioaktive Strahlung austrat. Der Vorfall wurde geheim gehalten und ist bis heute in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Im Jahre 2023 erhält die Psychologin Marta den Auftrag, eine Tunnelbaustelle aufzusuchen, aus der ein unbekanntes Luftgemisch austritt, das bereits das Binnenklima des evakuierten Tales verändert hat. Marta soll die drei noch vor Ort verbliebenen Ingenieure kontaktieren, die Symptome von Verwirrung und Paranoia zeigen.

Marta selbst hat im Vorfeld an einem Biosphärenprojekt teilgenommen. Während der Isolation wurde ihr Gehirn durch den reduzierten Sauerstoffanteil so beeinträchtigt, dass sie nun unter Halluzinationen leidet und ihre Erinnerungen und Wünsche nicht mehr spontan auseinander halten kann. Allerdings hat sie Methoden des Umgangs mit dem Phänomen entwickelt, die sie nun für die Aufgabe in dem sonderbaren Tal besonders befähigen.

Das Eindringen in das Tal und in immer tiefere Stollensysteme gerät schon bald zur obsessiven Suche nach den Spuren des persönlichen Verlusts. Je mehr die Orientierung im Tunnel verloren geht, desto mehr überlagern sich die Erinnerungen und Wunschprojektionen von Marta. Auf ihrer Reise ins Innere begegnet sie Walter wieder, der auch in den verheerenden Unfall im Biosphärenreservoir verwickelt war und nun einen ganz eigenen Umgang mit den Halluzinationen entwickelt hat.

Die Idee von DIE INNERE ZONE kreist um die möglichen Auswirkungen des Verlusts natürlicher Umwelten auf individuelle und kollektive Vorstellungen. Was passiert, wenn Erinnerung und Imagination von intakter Lebenswelt auf zerstörte Umwelten trifft? Wie verändert der Klimawandel selbst Erinnerung und Imagination? Tritt an ihre Stelle eine kollektive Amnesie, die nur medial, mit Bildern, also künstlich wieder aufgefüllt werden kann?

DIE INNERE ZONE lehnt sich an die Sciencefiction-Filmkultur der sechziger Jahre an. Die Reise in fremde Welten wird zu einer Reise ins eigene Innere.