MITTSOMMERNACHTSTANGO




Von Viviane Blumenschein bei Neue Visionen Verleih ab 13. März

Buenos Aires ist die Wiege des Tango und keiner tanzt den Tango so leidenschaftlich wie die heißblütigen Argentinier - das zumindest glauben die Argentinier selbst. Denn eigentlich stammt Tango aus Finnland und ist so finnisch wie Sauna und Seen davon sind der finnische Regisseur Aki Kaurismäki und viele seiner Landsleute fest überzeugt. Zwei Länder, zwei Meinungen, zwei Musikstile.

"Mittsommernachtstango" ist ein humorvoll-beschwingter Road-Movie, der drei argentinische Tangomusiker von den schummrigen Milongas Buenos Aires bis nach Finnland, das Land der tausend Seen, begleitet.
Sänger Chino Laborde, Gitarrist Diego "DIPI" Kvitko und Bandoneonisten Pablo Greco sind drei Argentinier, wie sie im Buche stehen. Sie sind temperamentvoll, laut und haben den Tango im Blut den argentinischen, versteht sich. In Finnland stoßen sie auf eine völlig neue Welt, die gegensätzlicher nicht sein könnte. Endlose, stille Wälder, taghelle Nächte und vor allen Dingen die schüchternen, wortkargen Finnen.
Auf ihrer Reise durch das idyllische Land treffen die drei Argentinier Größen des Finnischen Tango wie Reijo Taipale, Sanna Pietiäinen oder M. A. Numminen und sie besuchen die Open-Air-Tanzböden, auf denen in den endlosen Mittsommernächten zu der melancholischen Musik getanzt wird.
Regisseurin Viviane Blumenschein ist ein liebevoller Musikfilm gelungen, der in großen, verträumten Bildern von der Sehnsucht erzählt, die mit dem Tango verbunden ist. Im Mittelpunkt des Films steht aber die Musik großartige argentinische Tango-Klassiker und die in Vergessenheit geratenen Hits des Finnischen Tangos wie "Satumaa (Wunderland) - ein Erlebnis, nicht nur für Tango-Liebhaber.
Die bildstarke Begegnung der zwei Musikwelten wird zu einer Reise zu den Ursprüngen der Musik eine Hommage an den Tango, egal ob Finnisch oder Argentinisch.

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