DIE MÖBIUS AFFAIRE

Von Eric Rochant bei Prokino ab 1. August 2013




Im Auftrag des russischen Geheimdienstes soll Top-Spion Grégory Lioubov (Jean Dujardin) belastendes Material gegen einen mächtigen russischen Oligarchen (Tim Roth) beschaffen, der vom mondänen Monaco aus sein Imperium steuert. Vor Ort wird Finanzjongleurin Alice (Cécile de France) als Undercover-Agentin für die Mission rekrutiert. Als er sich ihrer Loyalität nicht mehr sicher ist, bricht Grégory die goldene Regel und nähert sich Alice – der Beginn einer verhängnisvollen Affäre mit ungewissem Ausgang. Denn neben den Russen spielt auch die CIA ein doppeltes Spiel, das sich in Moskau zu einem packenden Machtkampf ausweitet.

Schöne Frauen, echte Kerle, exotische Kulissen und charismatische Bösewichte: Mit DIE MÖBIUS AFFÄRE begibt sich der französische Autorenfilmer Éric Rochant nach „Staatsauftrag: Mord“ („Les patriotes“, 1994) wieder in die Welt der Geheimdienste. Mit erzählerischer Raffinesse spannt er zwischen Monaco, Moskau und Brüssel ein dichtes Netz, das zwei Menschen im Kampf gegen die internationale Bankenkrise, Ost-West-Konflikte und innerstaatliche Machtkämpfe miteinander in Beziehung setzt.

Im Titel seines neuesten Filmes, der gleichermaßen von Hitchcock („Berüchtigt“ – „Notorious“, 1946), John le Carré („Dame, König, As, Spion“ – „Tinker Tailor Soldier Spy“, 2011) und dem französischen Autorenfilm beeinflusst ist, verrät Rochant sein Gestaltungs- und Stilprinzip: Das berühmte Möbius-Band ist ein geometrisches Phänomen – es hat nur eine Kante und eine Fläche, deshalb kann man bei ihm nicht zwischen innen und außen oder oben und unten unterscheiden. Mit diesem Bild spielt der Titel des Spionagethrillers DIE MÖBIUS AFFÄRE: Was äußerlich als packender Agentenfilm beginnt, ist bald nicht mehr vom Inneren der beteiligten Figuren zu unterscheiden, wo eine gefährliche Mischung aus Macht, Misstrauen und Lüge tobt und schließlich zurück an die Oberfläche dringt.

Im Zentrum der Geschichte stehen Oscar©-Preisträger Jean Dujardin („The Artist“, 2011) in der nuancierten Rolle des russischen Agenten Moïse und eine atemberaubende Cécile de France („Chanson d’amour“, 2006; „Hereafter“, 2010) als toughe Traderin im Netz der Geheimdienste. Unterstützt von internationalen Stars wie Tim Roth („Pulp Fiction“, 1994; „Rob Roy“, 1995; „Lie to Me“, 2009–2011) oder Wendell Pierce („The Wire“, 2002–2008) setzt Rochant auf Intellekt, große Emotion sowie atemlose Spannung und haucht auf diese Weise einem schon oft totgesagten Genre neues Leben ein.

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